Integrative Therapie
Die Integrative Therapie ist ein von Hilarion G. Petzold, Johanna Sieper, Ilse Orth und Hildegund Heinl seit den 1960er-Jahren entwickeltes, schulenübergreifendes Psychotherapieverfahren (Petzold, 2003). In Österreich ist die Integrative Therapie staatlich anerkannt und dem humanistischen Cluster zugeordnet.
Das Verfahren basiert auf einem ganzheitlichen und differenziellen Behandlungsansatz, der in einem bio-psycho-sozial-ökologischen Menschenbild verankert ist (Leitner, 2010). Die therapeutische Beziehung nimmt dabei eine zentrale Stellung ein und gilt als wesentlicher Wirkfaktor. Das Interventionsspektrum umfasst neben dem verbalen Austausch nonverbale Kommunikation sowie kreative Methoden, Techniken und Medien, die eine individuell abgestimmte Behandlungsgestaltung ermöglichen (Rahm et al., 1993).
Übergeordnetes Ziel der Integrativen Therapie ist es, Heilungs- und Entwicklungsprozesse bei psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Erkrankungen anzustoßen, seelische Leidenszustände zu lindern, Krankheitssymptome zu reduzieren sowie eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung zu fördern (Petzold, 2003).
Es existiert ein YouTube-Kanal, der Einblicke in die Integrative Therapie und die Arbeit mit kreativen Medien gibt. Zum YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCefw3ZLdGkXWvP_IbYJMSVA
Empfehlenswerter Einstieg: der Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=vg7RvyFgu5Y)
Die Fachsektion Integrative Therapie des ÖAGG führt zudem eine Interview-Reihe mit bekannten Psychotherapeut:innen der Integrativen Therapie (u. a. Anton Leitner, Renate Frühmann, Hans Waldemar Schuch). Zum Kanal der Fachsektion: https://integrativetherapie.oeagg.at/
